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hack-Able Curator

Thursday, 29. November 2007 | Autor: ikonoskop

http://www.youtube.com/?v=sZ1ypQCW7bg

hack-Able Curator

“The ‘Hack-Able Curator’ is intended to trigger off discussion about the
new challenges and new possibilities for curators. The project asks
whether the availability and popularity of social technologies suggests
that the curator is redundant or indeed that everyone now can be a
curator of their own images?

Dieses interesante Objekt realisiert die selbe Intention, welche auch uns motiviert -doch auch dieser Lösungsvorschlag kann sich nicht der beshriebenen Paradoxie (s.u.) entziehen, denn das Objekt selbst befindet sich, als Kunstobjekt, mittendrin im Kunstbetrieb. Das wir nicht die Einzigen sind, die sich damit, auch praktisch, auseinandersetzen war klar. Bisher waren mir aber nur “Aktivitäten” bekannt. Objekte sind mir neu. Das wirft die Frage auf ob es nicht auch Software gibt, die sich mit diesem Problem auseinandersetzt. — muss ich unbedingt recherchieren …

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Thema: research | Beitrag kommentieren

das paradox der avantgarde - (es existiert kein wahres Leben im falschen …)

Thursday, 29. November 2007 | Autor: ikonoskop

„tatsächlich hat die künstlerische Avantgarde durch den Versuch der Überführung der Kunst in Leben die Aura der Kunst abschütteln wollen. Duchamps Readymades, Brechts Desillusionierung des Theaters und die Öffnung der Kunst zur Pop-Art sind derartige Versuche. Sie sind gescheitert oder zumindest in ihrem Ergebnis paradox. Denn gerade dadurch, dass Duchamp ein Readymade zum Kunstwerk erklärte, hat es auratisiert, und nun stehen seine Readymades genauso Distanz und Achtung gebietend in den Museen wie etwa eine Skulptur von Veit Stoß. Es ist der Avantgarde nicht gelungen, die Aura abzuwerfen und dadurch aus den heiligen allen der Kunst ins Leben hinauszutreten. Aber gelungen ist ihr zweifellos, die Aura von Kunstwerken, ihren Heiligenschein, ihre Atmosphäre, ihren Nimbus zu thematisieren.“
Gernot Böhme Atmosphäre … S.26 -1995

Böhme und Daniels bemerken beide die Paradoxien, die sich aus der kritischen Verweigerungshaltung der Kunstproduzenten gegenüber ihrem Kontext ergeben, aus welchem sie denn eigentlich nur zu denken und zu erklären wären. D.h. die Künstler sägen an dem Ast, auf welchem sie sitzen. Im Herabstürzen lösen sich all die Zweifel auf, diejenigen, die die Kunst verlassen, schlagen ja förmlich im Markt und Kunstbetriebssystem durch. Das Paradoxe quält scheinbar nur im Sägen selbst, in der ständigen Selbst-Befragung, im Vergleich mit den Idealen und einer Definition von Kunst, die noch aus dem 18/19 Jh. zu entstammen scheint. Ideen von der dem ordinären Leben enthobenen Künstlerpersönlichkeit, dem Wert der Kunstwerke, der sich nicht in Geld bemessen lässt, oder die sich nicht als Ware in den Konsumkreislauf einfügen lassen, bestimmen noch immer die Vorstellung von dem was Kunst und Kunstwerke sein sollten. Dass nun genau die gelebten Paradoxien am besten funktionieren, d.h. dass sie als solche von den sie erzeugenden Beteiligten nicht mehr wahrgenommen werden, zeigt doch eher darauf, dass die Beschreibungsmodelle, die intellektuelle Reflexion (im Rahmen eines scheinbar nicht mehr anwendbaren Begriffssystems) nur diese Probleme aufwerfen kann – denn die Handelnden selbst handeln recht erfolgreich. Während Böhme versucht ein neues Begriffssystem, eine neue Beschreibungsform zu entwickeln; wobei er zuallererst die Urteilsästhetik verwirft, um so zu einer neuen und angemessenen Beschreibungsform zu finden, betrachtet Daniels eher die Möglichkeiten, die den Künstlern selbst zur Verfügung stehen, kann aber keinen Vorschlag entwickeln, da er noch keinen angemessen Begriff von Kunst entwickelt hat.

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Perreo - Wikipedia

Friday, 23. November 2007 | Autor: ikonoskop

Perreo /p?’rreo/ ist ein Modetanz, der meist paarweise auf die Musikrichtung Reggaeton getanzt wird.Perreo und Reggaeton sind so eng verbunden, dass die Bezeichnungen oft synonym verwendet werden. In den USA wird die Tanzform auch grinding oder booty dancing, synonym auch bumping, freak dancing oder houseing, genannt; in der Regel kann grinding jedoch auf alle Arten von Musik getanzt werden, während Perreo untrennbar mit Reggaeton verbunden ist.Beispielbilder und Videos von Tanzszenen finden sich unter einigen der Weblinks.

Perreo - Wikipedia

der Artikel erklärt womit wirs hier im Ausgangsmaterial von DennisKnopf zu tun haben - Weblinks etc.

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Thema: research | Beitrag kommentieren

Outsource Me! | solaas.com.ar

Friday, 23. November 2007 | Autor: ikonoskop

Outsource Me! internet * Format: Flash MX 2004, PHP, MySQL * Size: undefined * Requirements: Flash player 7 * Date: September 2005

Outsource Me! | solaas.com.ar

Ebenfalls ein offenes “Kurationsprojekt” - mit dazugehöriger Webseite und im richtigen Kontext (readme) veröffentlicht. Wobei das auszustellende Objekt bzw. Werk erst für die Ausstellung selbst realisiert wurde, das Kunstwerk selbst wohl aber im gesamten Prozess von Ausschreibung, Selektion, Realisierung und Ausführung begriffen werden will und muss. Wunderbare „Softwareart“ Arbeit in der Tradition der Konzeptkunst …

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L’attente, the waiting / Flussgeist 1 (2007) Gregory Chatonsky

Friday, 23. November 2007 | Autor: ikonoskop

L’attente, the waiting / Flussgeist 1 (2007) Gregory Chatonsky

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Thema: Links | Beitrag kommentieren

zwischen Breakbeat und Handkamera :: Tänzer bei YouTube | bittekunst.de

Friday, 23. November 2007 | Autor: ikonoskop

einer ganz neuen Kunstform in YouTube: Junge Leute, vornehmlich hübsche Frauen, die in unaufgeräumten Zimmern zu Playback von CD ihre Lieblingslieder nachsingen und -tanzen, meist während Sie neue Klamotten anprobieren, sich schminken oder vor dem Fernseher sitzen.

zwischen Breakbeat und Handkamera :: Tänzer bei YouTube | bittekunst.de

Stimmt das Thema nimmt auch in meinen Betrachtungen und Selektionen im Augenblick den größten Raum ein, ist einfach zu auffällig - siehe
http://www.youtube.com/view_play_list?p=3FB441602AD7511B und http://www.youtube.com/view_play_list?p=F053FA19CD9F9CC0
insbesondere aber
DennisKnopf
mit der besten Auseinandersetzung zu diesem Thema, besser als jeder Artikel es je sein kann.

Was heißt es, dass wir diese intimen Einblicke in private Sphären erhalten? Warum faszinieren mich leere Zimmer so sehr? Kann oder sollte man an dieses Phänomen all die Kulturwiss. Diskurse anhängen?
Ist dieses Thema nicht eine ganze eigene Ausstellung wert?

Auf jeden Fall haben wir hier einen Artikel der uns die Stars der Szene (nachgewiesen über die youtube Quote - views) auflistet und dabei kurz, klar und knapp vorstellt.

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Thema: Reflektion | Beitrag kommentieren

Interaktion versus Konsum

Friday, 23. November 2007 | Autor: ikonoskop

Ein im Kontext der Medienkunst entwickeltes Prinzip wie Interaktivität wird von Mainstream- Medien aufgegriffen, aber die ursprüngliche Zielsetzung dabei in ihr Gegenteil umgekehrt. Oder um es nochmal mit den Worten Brechts auszudrücken: „Das gegen ihn gespritzte Gift verwandelt der Kapitalismus sogleich und laufend in Rauschgift und genießt dieses.“ Die künstlerische Utopie einer interaktiven Kunst als Emanzipation des Betrachters vom Konsumismus, die sich gegen den klassischen, geschlossenen Werkbegriff wendet, weil er eine marktkonforme Kunst als Ware verkörpert, sieht sich also vor dem Paradox, das ihre Konzepte zum Motor der New Economy umgebaut werden und damit der totalen kommerziellen Durchdringung des alltäglichen Medienkonsums dienen. Diese bestätigt zwar den Avantgarde-Status von Medienkunst, doch lässt es nicht zugleich auch die an die Interaktivität geknüpften Ideale zu historischen Relikten einer vergangenen Aufbruchsstimmung werden?Welche Möglichkeiten bestehen in dieser Lage noch für die Medienkunst oder Netzkunst? Vielleicht ist der einzige Weg, die Kommerzialisierung des Netzes zu akzeptieren und selbst mit ihr zu spielerisch zu arbeiten.

Interaktion versus Konsum
Massenmedien und Kunst von 1920 bis heute

Dieter Daniels

Ars Electronica Katalogartikel

Ja genau, mit dieser Analyse beschreibt D.D. die Situation und meine paradoxe Stimmung ausgezeichnet. Doch fage ich mich hatten die sogenannten Ideale oder Utopien nicht schon immer nur die Funktion eines Labels, kann in einer total durch ökonomisierten Welt (denn nicht nur das Netz ist kommerzialisiert) überhaupt so etwas wie ein Begriff von freier Kunst neben dem der Arbeit bestehen? Wenn sich der Betrachter emanzipiert so wird er zum Teilnehmer, zum Künstler. Wenn dann jeder ein Künstler, und die Kunst im Leben angekommen ist - brauchen wir dann noch einen Begriff von Kunst?

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Thema: Reflektion | Beitrag kommentieren

Einleitung

Friday, 23. November 2007 | Autor: ikonoskop

Nach nun drei Wochen der erste Eintrag zum Thema.
Ikonoskop ist die Bezeichnung unter der wir den Versuch zusammenfassen youtube zu kuratieren.

Unbestritten hat auch mich das Phänomen erfasst. Eigentlich stand ich bis vor kurzem dem ganzen Web 2.0 Hype eher skeptisch gegenüber. Als ich zum ersten Mal meinen amerikanischen Untermieter myspace benutzen sah dachte ich “das ist ja unglaublich, das hat bestimmt das FBI ins Netz gestellt”. Es kam mir wie eine ins Groteske gesteigerte Umsetzung der frühen NetzUtopien vor. Begriffe wie Kommerzialisierung und Kontrolle, so dachte ich, können dies nicht einmal annähernd beschreiben, was da mit dem Netz passiert ist.
Natürlich stellte sich die Frage, ist das mit dem Netz passiert oder ist es nicht eher so, dass die Technik, ihre Erscheinung, ihre Ausformung nur das Ergebnis unserer Art und Weise zu sein ist – was ist uns da passiert? Nun das wird hier jetzt erst einmal zurück gestellt werden müssen. Doch gleichzeitig, neben der Pervertierung der oben angesprochenen NetzUtopien, fühlte ich mich an eine andere utopische Perspektive erinnert, die sich hier jedoch, möglicher Weise, einlöste. Ließe sich nicht Joseph Beuys parolenartiges Statement „Jeder Mensch ist ein Künstler“ wenn nicht sogar sein etwas einschränkend gemeinter Begriff der „sozialen Plastik“ auf die Aktivitäten der „Web 2.0 Jünger“ übertragen und am Beispiel youtubes demonstrieren?
Diese Überlegungen, verknüpft mit dem Gefühl der Ausgeschlossenheit (aus dem Kunstbetrieb) und einer Priese „trotzalledem“ (nicht mit mir) und unterstützt durch die Beobachtung, dass eine reine urteilsbasierende Ästhetik zwar soziale Positionen sichert und monetären Wert generiert, aber nicht annähernd den Phänomenen unserer von Medien geprägten Welt gerecht wird, führte zu dem Entschluss Ikonoskop „einfach zu machen“. D.h. eine Ausstellung zu kuratieren – sich bewusst dem Widerspruch auszusetzen, einerseits Urteile zu fällen und zu selektieren, andererseits aber gleichzeitig diese Mechanismen kritisieren zu wollen. Üblicher Weise werden Prozesse die zur Selektion führen verdeckt und möglichst verunklärt. Im Projekt Ikonoskop sollte dies nicht geschehen. Gerade im Gegenteil subjektive und persönliche Perspektiven und Haltungen sollen gerade thematisiert werden. So lag es nahe die Form der Ausstellungsentwicklung und -organisation selbst im auszustellenden Material einzupassen. So erscheint nun Ikonoskop in doppelter Hinsicht als ein schon zum Beginn gescheitertes, oder zu mindest zutiefst widersprüchliches Unterfangen …

Youtube.com/ikonoskop
stellt die bisherigen Sichtungen als Playlisten zusammen.
Ikonoskop.atdigital.org versucht die Entscheidungsprozesse, Recherchen und Reflektionen zu dokumentieren.
Der Flockbrowser bot sich als geeignetes Werkzeug an, welches (wie die Schreibwerkzeuge an den Gedanken mit arbeiten) den Web 2.0 Overkill ermöglicht.

Voraussichtlicher Ausstellungstermin: 30.01.2008 – 02.02.2008
Ort: noch nicht bekannt

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