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Archiv für die Kategorie » Reflektion «

YouTube announces paid downloads, DVD sales for filmmakers

Thursday, 19. June 2008 | Autor: ikonoskop

On the heels of extending the time and size limit for uploaded videos from partners, YouTube has announced that as part of the Los Angeles Film Festival tomorrow it will be launching the “Screening Room,” a place for independent filmmakers to upload and sell shorts and feature-length material. The site will allow direct sales of both digital downloads and DVDs. I asked viral video producer Tim Street, best known for French Maid TV, if there were further details, but he says that while YouTube co-founder Chad Hurley is also at the Henry Fonda Theater on Hollywood Boulevard, he’s yet to take the stage. Update: Hurley’s pressing the flesh, but otherwise providing no details, while the party has moved upstairs to look down on the rest of Hollywood from above.

My questions include whether or not creators can choose to distribute downloads with or without digital rights management; whether YouTube will handle the stocking and shipping of DVDs (unlikely); and beyond that, if creators will be able to leverage YouTube and tools like Google Checkout to sell other “merch” related to projects. But even better tools for leading traffic from videos to creator’s web sites would be welcome. More details from the press release at NewTeeVee and Silicon Alley Insider

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gerade auf Valleyvage gelesen … neben den dort angesprochenen Fragen finde ich es doch sehr interessant, dass youtube sozusagen einen Streichelzoo, ein Gehäge innerhalb ihres popzoos einrichten, in welchem dann die “eigentlichen” Künstler ihre Filme verkaufen und natürlich auch präsentieren können. Natürlich haben sich einige Produzenten hochwertiger Kunstfilme, über den Kontext in dem sie dort auftauchen, beschwert und natürlich hat die technische Begrenzung auf 10 min es verhindert Werke wie “Narzis und Psyche” von Gabor Body dort aufzuspielen :-), und doch fand ich gerade dieses unkontrollierte ineinandergreifen der unterschiedlichsten Kontexte so befreiend. Scheint neben den Textinserts ein neuer Versuch mit youtube Geld zu machen. Denn die Warentauschfunktion, wird dabei, wie die Transformation des Mediums (vom Streaming-Web-Film zur DVD) schon mitgeliefert ….
Ja, ich hab mich hier auch schon beschwert, dass es kein geeignetes Tool gibt um diese riesige Bildergalaxis sinnvoll zu durchsuchen- aber ist es das? eine Art Art-Gallerie? Brauchen das die “independent fimmakers” eigentlich? geht da nicht das ganze independent verloren? im Augenblick sehe ich doch sowieso zu 99% independent Filmmakers auf youtube, und die scheinen ganz zufrieden ——-
aber vielleicht -wo ich mir das gerad’ so durchdenke- wäre es ja ganz nett, wenn diese Medientransformation auch auf diese (99%) übertragen wird -> ich sammle die vids noch so lange in den Playlisten bis die 4/8 Gig erreicht sind und lasse mir dann von youtube/google die DVD fürs Archiv zusenden …

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“Artists Using YouTube”

Tuesday, 13. May 2008 | Autor: ikonoskop

Rhizome News

May 12, 2008
PopTube Internet video site YouTube needs no introduction. Its status as both a branded channel and a medium in its own right has redefined “new media” on both sides of the art and corporate entertainment divide. But most of its content resides somewhere in between, and its currency lies in the vernacular nature of the items posted there–to the extent that the memes incubated on YouTube are trickling down into the language of contemporary artists’ work and, in turn, re-emerging on the site. This is the feeding cycle that has long defined pop art, and on May 13th, three artists will make their YouTube consumption conspicuous in an event at The Kitchen, the NewYork-based organization famous for supporting risk-taking media and performance work. “Artists Using YouTube” is organized by curator and critic Rachel Greene and will feature artists Sue de Beer, Matthew Higgs, and Matthew Ronay–each of whom is well-known for incorporating mainstream cultural phenomena into their work–! presenting their favorite YouTube clips, whether they’ve been a source of influence or productive distraction. - Marisa Olson

http://thekitchen.org/

Wir müssen uns beeilen sonst ist der Hype vorbei :-) …
Rachel Green bekannt auch durch ihr Buch >>Internet Art<< (2004) scheint sich vom selben Standpunkt, vom selben Background und so wahrscheinlich mit der selben Weltsicht, von der Netzkunst aus, sich dem Phänomen youtube zu nähern. Natürlich ist es etwas vermessen sich mit Rachel Green zu vergleichen und doch fühle ich mich bestätigt … Typisch für mich (vielleicht überhaupt für uns Deutsche) ist der fehlende Pragmatismus, die lange [freudlose] Phase zwischen Idee, Konzept und Realisation …
Andersherum scheint es sich jedoch um schon im vorhinein als künstlerische Produktionen angelegte Videos bzw. Aktivitäten zu handeln - zeichnet sich hier eine Tendenz ab? Ebendso wie in ihrem Buch der Canon (der Netzkünstler) abgehandelt und gleichzeitig endgültig festgeschrieben wurde, und keine falschen Tritte oder übermütigen Schritte gewagt wurden, bleibt auch hier alles wieder scheinbar beim alten [das lese ich natürlich nur aus dieser Vorankündigung heraus]–
Sind meine Fragen zu grundsätzlicher Natur? Suche ich etwas was sich gar nicht finden lassen kann? Findet man schneller / besser wenn man das Getane ansieht und erst so im Nachhinein kritisch bedenken kann, kann man (da man immer Fehler, macht egal wie lange man auch vorher nachdenkt) aus dem Gemachten besser lernen - um nicht zu sagen, kann man nicht auch im Machen denken, fragen und lernen. Führt das alles nicht zu der Annahme, dass ich eigentlich nicht über die Länge der Spanne nachdenke, sondern nur ein bissen Neid mitschwingt in dem Verlust der [eingebildeten] Poolposition :-) [der erste mahlt zu erst] — Und dann noch an so einem Prominenten Ort … Ja, ich denke das ist es … und doch und trotzalledem
ist es [vielleicht] für mich auf jeden Fall nötig, genau diesen langen Prozess von der Idee zur Realisation durch zu machen … um nicht immer dieselben eingeschliffenen Formen, Antworten zu finden. Der IBM Slogan “nicht denken - machen!” [paraphrasiert natürlich] begeisterte und gruselte mich zu gleichen Teilen –
Die Ausstellung würde ich zu gern sehen …
und Rachel Green interviewen sowieso …

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Flickr Users Cry Mutiny Over New Video Feature | The Underwire from Wired.com

Friday, 11. April 2008 | Autor: ikonoskop

Flickr Users Cry Mutiny Over New Video FeatureBy Jenna Wortham EmailApril 10, 2008 | 2:19:07 PMCategories: Current Affairs, Photography, Social Networking, Video, Web/Tech Flickr_video Picture by Lynn’s PhotographyFlickr users are revolting. Again.Several groups protesting this week’s addition of video to Yahoo’s popular photo-sharing site have sprung up to object to the new feature.

Flickr_video

Picture by Lynn’s Photography

Flickr Users Cry Mutiny Over New Video Feature | The Underwire from Wired.com

Nun ja, erst wollte ich bei der Ankündigung des neuen Features nicht drauf eingehen - eben voll auf youtube konzentrieren — aber da ich diese FotoKAMERAs (oder andere Mobile Picture Reality Grabber - MPRG) selbst gern als Filmwerkzeug benutze und ich auch dachte youtube sei die geeignete Plattform, um diese Schnipsel auszulagern, fällt mir gerade jetzt, während dieses Protestes auf, dass Flickr ja um vieles mehr geeigneter erscheint. (Sollten wir vielleicht die Medien mehr von ihrer Hardware her beschreiben, so könnte man dann vielleicht sagen, dass das klassische Foto sich sowieso im digitalisierungs Prozess auflösst und wir es hier mit etwas völlig Neuem zu tun haben. Wenn das Device also digital ist und die “Fotos” medial sich nicht mehr von den Einzelbildern eines Sequenz dieser Fotos unterscheiden, dann finde ich die Argumentation, dass wir es hier mit sehr “langen” und “großen” Fotos zu tun haben schon ganz richtig. Digitale Fotos sind dann einfach nur als STIlls zu verstehen, als Fragmente, Momente einer Sequenz, als Szene eines Filmes oder ebend eines großen Bildes. — Vielleicht führt dies ja dazu, dass es eher eine Untergrenze für die Filme in youtube gibt (um sie wirklich von den grossen Fotos zu unterscheiden ;-) denn als diese Obergrenze … Dann könnte ich mal so ein Gespräch ungestückelt - einfach so - aufspielen (das würde alles [noch einmal] sehr vereinfachen) … Aber vielleicht sollte man sowieso dazu übergehen yahoolive zu benutzen …

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Google-Chef : Upload-Rate bei Youtube “verstörend” - PC-WELT

Friday, 4. April 2008 | Autor: ikonoskop

Derzeit werden 10 Stunden Video bei Youtube eingestellt und das jede Sekunde.

Google-Chef : Upload-Rate bei Youtube “verstörend” - PC-WELT

Somit ist endgültig klar, dass es unmöglich ist alle “Einreichungen” zu sichten. Dass also ein “objektives” curatieren und ein Ausstellen von youtube schon rein aus praktischen Gründen unmölich wird …

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Videokunst im Web 2.0

Sunday, 17. February 2008 | Autor: ikonoskop

von Dominikus Müller, am 16. August 2007 auf artnet.de

In diesem Artikel zieht Müller einen Vergleich, zwischen Archiven der Videokunst und den Web 2.0 Portalen.

Zwar gibt es schon seit einiger Zeit Archive und Datenbanken für Videokunst, aber oftmals beschränken sich diese auf ein Auflisten und Sammeln von Information über „klassische“ Videokunst, ohne das Web selbst als Ort zu begreifen, an dem Videokunst stattfindet.

dahingegen erscheint ihm das Internet als mehr als geeignetes Medium, in welchem Videokunst präsentiert werden kann.

Wo andere Spielarten der bildenden Künste sich im Netz mit einem massiven Transferverlust konfrontiert sehen, profitiert Videokunst in unvermuteter Weise. Dank Archivdatenbanken und Streaming-Webseiten entgeht sie ihrem beständigen Präsentationsproblem, entweder nur in einer Black Box in der Galerie sichtbar zu sein oder aber gedruckt in Katalogen oder Magazinen ihres essentiellen Bewegungscharakters beraubt zu werden.

Dabei stellt er einen entscheidendes Manko, der augenblicklichen Web 2.0 Struktur heraus:

Das Problem bei dem auf Benutzerinhalten („User Generated Content“) basierenden Web 2.0 ist nur: Unter all den Abermillionen Videos, die auf diversen Plattformen und Portalen kursieren, das zu finden, was wirklich von Interesse ist, grenzt an Unmöglichkeit. Wenn man nicht genau weiß, was man will und auf der Suche nach Neuem und Unbekanntem ist, sieht man sich schnell mit einem hoffnungslosen Unterfangen konfrontiert.

weiter…

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Videokunst im Internet: Artistisch vernetzt - Kultur - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten

Tuesday, 12. February 2008 | Autor: ikonoskop

VIDEOKUNST IM INTERNET
Artistisch vernetzt

Youtube ist mehr als eine Webseite für Video-Laien. Längst nutzen junge Künstler sie als Karriere-Sprungbrett. “Monopol” unternahm einen kritischen Rundgang durch die neuen Hallen der virtuellen Videogalerie. Von Stefan Heidenreich und Alena Williams

Videokunst im Internet: Artistisch vernetzt - Kultur - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten

Stefan Heidenreich bekannt aus seinen Kritiken populärer Bilder(welte) in der de-bug, beschreibt hier vor einem Jahr das was mich heute fasziniert. Von Brecht über Vostell bis zum Videorachiv alles dabei… Insbesondere folgendes Zitat formuliert meinen bisherigen Ansatz genauestes aus (besser als es hier je in diesem Amateurischen Stil gelingen würde):

Sollte das Netzwerk der Videos zum “ästhetischen Apparat” aus eigener Kraft werden, etwa indem sich genuin eigene Formen und Grammatiken der Bilder entwickeln, stellt sich einmal mehr die Frage, in welchem Verhältnis Kunst und populäre Ästhetik zueinander stehen. Künstler und Kuratoren haben die Wahl zwischen klassischen Strategien der Exklusion, einer zeitversetzten Aneignung, die die Distanz zwischen Pop und Kunst aufrechterhält, oder einem wechselseitigen Austausch, bei dem die Grenzen verschwimmen.

Es soll eben hier genau überprüft werden, ob sich schon eigene Formen und Grammatiken der Bilder entwickelt haben. Es soll nicht, wie gestern leider ohne Kammera, diskutiert wurde, eine Art Kuriositäten Show stattfinden. Interessanterweise starten die viele der “seriösen” Flaneure von den schon erprobten Inkunabeln der Kunstgeschichte, und kommen dann zu obrigen Aussagen. Hier in unseem Fall war es eher umgekehrt wir starteten beim Sponebob- und SupermarketDance Phänomen…

hier ein Nachtrag: die in diesem Artikel besprochenen Videos als Playlist auf dem sehr guten youtubechanel videogalerie

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ikonoskop

Monday, 11. February 2008 | Autor: ikonoskop

Ist dieses Thema nicht eine ganze eigene Ausstellung wert?

ikonoskop

Ja!!
- nach langem hin und her …

Um überhaupt eine Auswahl treffen zu können und um die Ausstellung in einem angemessenen Zeitrahmen realisieren zu können, ist nun entschieden worden, dass wir uns auf das Thema “Tanz/Dance” fokussieren.
Das heißt natürlich nicht, dass die anderen Playlists jetzt als abgeschlossen zu betrachten sind. Sie sind eher als Pool für die anschließende Ausstellung Präsentation gedacht und werden weiter aktualisiert. Die Entscheidung Tanzvideos auszustellen, ergab sich also aus recht einfachen pragmatisch bestimmten Gründen. (Ich denke, dass ist typisch für viele CurationsProjekte) Natürlich hätte man sich auch aus genau denselben Gründen auf “Züge”, “Hotelzimmer” und “Atmosphären” konzentrieren können. Warum also Tanz?
Tanz deshalb, weil es mich vom ersten Kontakt, mit youtube, an beschäftigt hat; was es heißt, dass eben so viele (junge) Menschen tanzen, was sie mit ihrem Körper machen, in welchen Umgebungen und warum dies solche Kreise zieht?? … Vielleicht wär ich auch gern SpongebobTänzer geworden …. Insgesamt also eine im hösten Maße subjektive Entscheidung - -
Des weiteren besitzen eben diese Tanzvideos so etwas ungeheuer privates und gleichzeitig sind sie doch auch immer Ausdruck einer totalen Vermittlung, einer von der “Kulturindustrie programmierten Jugend – die schon deren Formen internalisiert hat? oder sich eben gerade gegen diese behauptend?
Also die Videos sind teilweise sehr populär, die Tanzstile sind weltweit verbreitet, es benötigt nicht viel um die Videos zu erklären - sie stehen für sich / L’art pour l’art?? - Es wäre interessant genau dieses Publikum anzusprechen, welches diese Videos produziert. Natürlich könnte man auch noch z.B. den Genderdiskurs und den “Rassen”Diskurs daran anschließen, doch kann ich dies nicht leisten. Es ist zwar auffällig, dass in vielen der Kommentaren oder Videobeschreibungen darauf Bezug genommen wird, doch denke ich, würde diese Form des Diskurses unsere Kapazitäten übersteigen. Persönlich würde mich aber der Begriff der Romantik in diesem Zusammenhang (sich selbst beim tanzen filmende Menschen) interessieren…
Denkbar wäre eine nach bestimmten Tanzstilen geordnete Präsentation. Dazu sollten natürlich vorher alle Protagonisten bzw. Filmemacher kontaktiert (natürlich über youtube) werden.
Die einzelnen Playlists müssen dementsprechend erweitert und dann selektiert werden…
Wie viele Videos sollte man zeigen, welche Videos und warum gerade diese? Sollte man die einzelnen Stile seperieren, kann überhaupt von Stilen gesprochen werden, soll man einen historischen Vergleich anstreben – und dementsprechend „alte“ Breakdance und Performance Videos gezielt in youtube suchen?? Wird neben der reinen Reihung, der exemplarischen Dokumentation ein Curatorisches Statement vermittelt- gibt es dieses überhaupt, und wenn ja, wie kann es vermittelt werden. Wie kann youtube im Realraum präsentiert werden? Was ist mit den Videos von Dennis Kopf, sind dies auch Tanzvideos? …
Um die Fragen der Präsentation und des Ausstellungsdesigns zu behandeln muss eine eigene Rubrik im Blog angelegt werden … vielleicht auch eine Playlist in youtube mit Dokus …

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novell commercial -

Friday, 21. December 2007 | Autor: ikonoskop

Hier an die vorher gestellte Frage anschließend ein Beispiel für die Schwierigkeit des Themas.
In diesem Spot verzahnen sich mehrere Ebenen - ästhetische, ökonomische und politische Räume werden hier in einander gefaltet.
Ist der wirklich von Novell? Welchen Mythos will N. hier etablieren, als was sich inszenieren und wen ansprechen um wie zu verkaufen?
Oder kann man an solchen Beispielen aufzeigen wie die Formensprache aus der “subculture” in das populäre, das ökonomisch dominierte Sehen, Denken und Empfinden transformiert wird?
Ist die Erklärung vielleicht durch eine sozialen Analyse zu finden, d.h. hat hier einfach eine DesignFirma aus dem Prekariat ihre alten VJ Experimente für viel Geld weiter verkauft?

Allein dies Video erfordert eine eingehendere kunsthistorische Untersuchung!

[edit - tja leider wurde das video nicht gesichert und ist gerad nicht mehr auf youtube...]

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Graphics Exhibition Explores Subversion of Art

Thursday, 20. December 2007 | Autor: ikonoskop

“A text by Susan Sontag that criticizes the collection and display of posters itself becomes a beautiful aesthetic object,” said curator Gerry Beegan, M.A., assistant professor in the Mason Gross School of the Arts at Rutgers University. “This is the question at the heart of the exhibition: Do objects lose their social meaning when we collect them, reproduce them, or exhibit them?”

Graphics Exhibition Explores Subversion of Art

Die Frage läst sich meiner Meinung nach nicht theoretisch klären … und dass scheint gerry beegan ebenfalls so zu sehen und zeigt in klassischem amerikanischen Pragmatismus wie man auf solch eine Herausforderung zu reagieren hat …
Denn wenn erst einmal versucht wird diese Frage zu klären, müsste erst einmal geklärt werden was denn unter “social meaning” zu verstehen ist - da schließen sich dann natürlich wieder Fragen nach der Authentizität etc. an; gleichzeitig wäre zu überlegen, ob das Ausstellen, Reproduzieren und Sammeln (und natürlich damit verbunden - das Auswählen, das curating und damit das Bewerten) nicht auch einen Wert erzeugt. Einen Wert, eine Bedeutung die vielleicht über die Intendierte, die vielleicht authentische und Situations- bezogene Bedeutung hinausreicht bzw. dieser eine neue Interpretation, Perspektive anfügt …. und wieder es gibt dein Wahres im Falschen! So könnte man sagen, dass das Subversive, welches dem Original zugeschrieben wird, auch immer eine Interpretation, eine Variation darstellt. So kann, wenn dies thematisiert wird, m.E.n. z.B. eine solche Ausstellung wesentlich “subversiver” sein als das einzelne Exponat es je vor hatte zu sein bzw. war.
Die Auseinandersetzung die hier stattfindet - die Frage die thematisiert wird - kann etwas aus dem politischen Raum, wenn es kommerzialisiert wird, d.h. in den ökonomischen Raum transferiert, konvertiert wird, noch Aspekte seiner Identität, die sich über den vorherigen Kontext herstellte, mit hinüber tragen? Bleibt Che auf einem Tshirt noch Che …? Insbesondere die Frage gibt es irgend eine Form, ein Objekt welches sich nicht in den ökonomischen Raum transferieren lässt? Etwas was ausschließlich im künstlerischen Raum, und nur dort existieren bzw. vorkommen kann?

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das paradox der avantgarde - (es existiert kein wahres Leben im falschen …)

Thursday, 29. November 2007 | Autor: ikonoskop

„tatsächlich hat die künstlerische Avantgarde durch den Versuch der Überführung der Kunst in Leben die Aura der Kunst abschütteln wollen. Duchamps Readymades, Brechts Desillusionierung des Theaters und die Öffnung der Kunst zur Pop-Art sind derartige Versuche. Sie sind gescheitert oder zumindest in ihrem Ergebnis paradox. Denn gerade dadurch, dass Duchamp ein Readymade zum Kunstwerk erklärte, hat es auratisiert, und nun stehen seine Readymades genauso Distanz und Achtung gebietend in den Museen wie etwa eine Skulptur von Veit Stoß. Es ist der Avantgarde nicht gelungen, die Aura abzuwerfen und dadurch aus den heiligen allen der Kunst ins Leben hinauszutreten. Aber gelungen ist ihr zweifellos, die Aura von Kunstwerken, ihren Heiligenschein, ihre Atmosphäre, ihren Nimbus zu thematisieren.“
Gernot Böhme Atmosphäre … S.26 -1995

Böhme und Daniels bemerken beide die Paradoxien, die sich aus der kritischen Verweigerungshaltung der Kunstproduzenten gegenüber ihrem Kontext ergeben, aus welchem sie denn eigentlich nur zu denken und zu erklären wären. D.h. die Künstler sägen an dem Ast, auf welchem sie sitzen. Im Herabstürzen lösen sich all die Zweifel auf, diejenigen, die die Kunst verlassen, schlagen ja förmlich im Markt und Kunstbetriebssystem durch. Das Paradoxe quält scheinbar nur im Sägen selbst, in der ständigen Selbst-Befragung, im Vergleich mit den Idealen und einer Definition von Kunst, die noch aus dem 18/19 Jh. zu entstammen scheint. Ideen von der dem ordinären Leben enthobenen Künstlerpersönlichkeit, dem Wert der Kunstwerke, der sich nicht in Geld bemessen lässt, oder die sich nicht als Ware in den Konsumkreislauf einfügen lassen, bestimmen noch immer die Vorstellung von dem was Kunst und Kunstwerke sein sollten. Dass nun genau die gelebten Paradoxien am besten funktionieren, d.h. dass sie als solche von den sie erzeugenden Beteiligten nicht mehr wahrgenommen werden, zeigt doch eher darauf, dass die Beschreibungsmodelle, die intellektuelle Reflexion (im Rahmen eines scheinbar nicht mehr anwendbaren Begriffssystems) nur diese Probleme aufwerfen kann – denn die Handelnden selbst handeln recht erfolgreich. Während Böhme versucht ein neues Begriffssystem, eine neue Beschreibungsform zu entwickeln; wobei er zuallererst die Urteilsästhetik verwirft, um so zu einer neuen und angemessenen Beschreibungsform zu finden, betrachtet Daniels eher die Möglichkeiten, die den Künstlern selbst zur Verfügung stehen, kann aber keinen Vorschlag entwickeln, da er noch keinen angemessen Begriff von Kunst entwickelt hat.

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